Flex - Was ist das?
FLEX = flexible Schuleingangsphase
- individuelle Verweildauer von 1 bis 3 Jahren in der Schuleingangsphase
- zielgruppenspezifische Förderung von schnell und langsam lernenden Schülerinnen und Schülern
- Lernen im jahrgangsgemischten Unterricht
- Prinzipien und Methoden eines geöffneten Unterrichts
Gestaltung der FLEX-Klassen
Offener Anfang (ab 7.15 Uhr):
Die Kinder nutzen die Zeit, um noch nicht fertig gestellte Aufgaben ihres Wochenplans zu beenden. Sie wählen sich selbstständig Lernspiele aus und spielen diese mit selbst gewählten Partnern.
Teilungsunterricht:
Zwei Lehrer unterrichten die Schülerinnen und Schüler der 1. beziehungsweise der 2. Klasse getrennt in Kleingruppen. Die Kinder erlernen im Teilungsunterricht Inhalte der jeweiligen Jahrgangsstufe und die nötigen Arbeitstechniken. Der Unterrichtsstoff der Fächer Deutsch und Mathematik wird vermittelt und gefestigt. Die grundlegenden Kompetenzen wie beispielsweise Buchstabenkenntnis, Zahlen- und Mengenverständnis und das Rechnen werden den Schülerinnen und Schülern durch die Lehrkraft schrittweise beigebracht.
Jahrgangsmischung:
Im Unterricht der Jahrgangsmischung lernen die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse gemeinsam. Sie arbeiten mit Hilfe eines individuellen Wochenplans eigenständig am Lernstoff. Der vermittelte Unterrichtsstoff des Teilungsunterrichts wird dem Lernstand entsprechend geübt und vertieft. In den Fächern Sachunterricht, Kunst und Sport wird ebenso gemeinsam gelernt.
Vorteile des FLEX-Unterrichts
- Die individuelle Verweildauer von 1 bis 3 Schuljahren in der Schulanfangsphase ermöglicht einen guten Start in die Schulkarriere.
- Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen individuellen Lernplan, der auf die Fähigkeiten und Fertigkeiten abgestimmt ist.
- Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 lernen gemeinsam. Durch die Jahrgangsmischung erleben die Kinder Schule aus verschiedenen Blickwinkeln: Helfer, Lehrling, Meister, Anfänger.
- Der Teilungsunterricht erfolgt in jahrgangsspezifischen Kleingruppen von 10 bis 13 Schülerinnen und Schülern. Stärken und Defizite können sehr schnell bemerkt werden.
- Die Selbständigkeit wird durch verschiedene Methoden gefördert. Die Schülerinnen und Schüler organisieren sich ihre Übungsphasen eigenständig. Angeleitet werden sie dabei von der Lehrkraft.
- Der Unterricht wird entsprechend der Belastbarkeit, der Konzentrationsfähigkeit und der Bewegungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler gestaltet.
- Eine förderdiagnostische Lernbeobachtung und die Förderung durch multiprofessionelle Teams sind möglich.
- Schneller lernende Kinder erhalten Aufgaben zum Tüfteln, höhere Anforderungen und somit zusätzliches Wissen und Können.
- Durch den rhythmisierten Tagesablauf sind die Kinder auch in der 4. Stunde leistungsfähig und ausgeglichener durch offene Unterrichtsformen.
- Die Schüler gehen mit viel Freude ans Lernen.
- Die Selbstständigkeit wird erhöht, da jeder die Aufgaben allein bewältigen muss.
- Schüler suchen sich allein Aufgaben, wollen oft zusätzliches Material haben.